Unter den Gasherdbrennern reinigen – so kommt man an versteckte Verschmutzungen

Wer seinen Gasherd regelmäßig reinigt, wischt die Herdplatte ab, spült die Topfträger und kümmert sich um die Brennerteile. Was dabei fast immer übersehen wird: der Bereich unter den Brennern. Die Fläche, die direkt unter Brennerkrone und Brennerdeckel liegt – abgedeckt, unsichtbar, und genau deshalb oft jahrelang nicht berührt.

Dabei sammelt sich dort einiges an. Fett, das durch die Fugen der Brennerteile gesickert ist. Kleine Speisereste, die beim Kochen unter den Brenner gerutscht sind. Kalkflecken vom Wasserspritzer. Wer diesen Bereich einmal freimacht und hineinschaut, ist manchmal überrascht, was sich dort aufgebaut hat.

Warum dieser Bereich besonders ist

Der Bereich unter den Brennern ist schwer zu reinigen, weil man erst die Brennerteile abnehmen muss, um überhaupt heranzukommen. Sind Brennerdeckel und Brennerkrone abgenommen, liegt die eigentliche Herdplatte frei – und dort kann man reinigen.

Was viele nicht wissen: Durch die Gasdurchführung in der Mitte der Brenneraufnahme kann Flüssigkeit direkt in den Bereich darunter gelangen. Bei manchen Herden gibt es dort sogar eine leichte Mulde, die Fettlachen aufnimmt und bei Hitze einbrennt.

Schritt für Schritt – so kommt man dran

Herd vollständig abkühlen lassen. Dann Topfträger, Brennerdeckel und Brennerkrone abheben – in dieser Reihenfolge von oben nach unten.

Jetzt liegt die Aufnahme des Brenners frei: ein flacher, runder Bereich auf der Herdplatte, in dem die Brennerkrone sitzt, sowie die umliegende Herdplattenoberfläche.

Mit einem feuchten Tuch oder Mikrofasertuch wird dieser Bereich zunächst lose abgewischt. Für die festeren Rückstände – eingebranntes Fett in der Mulde, dunkle Ränder um die Brenneraufnahme herum – kommt eine Natron-Paste zum Einsatz: dünn auftragen, zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen, dann mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste abarbeiten.

Eine Zahnbürste ist hier Gold wert. Sie kommt in den Ring um die Brenneraufnahme, in die kleinen Kanten und Winkel, die ein normaler Schwamm nicht erreicht.

Wo die meisten Rückstände sitzen

Erfahrungsgemäß sammeln sich die stärksten Verschmutzungen direkt rund um die Gasdurchführung – also den kleinen erhöhten Stutzen in der Mitte, durch den das Gas strömt. Dort backt sich Fett fest und bildet dunkle Ringe.

Auch die Übergangsbereiche zwischen Brenneraufnahme und der flachen Herdplattenoberfläche sind häufig betroffen – kleine Kerben oder Absätze, in denen sich Flüssigkeiten sammeln und dann einbrennen.

Wer hartnäckige Stellen hat, die sich nicht mit Natron-Paste lösen lassen, kann an diesen Stellen gezielt ein Backofenspray aufsprühen – kurz einwirken lassen, dann abwischen. Dabei darauf achten, dass das Spray nicht in die Gasdurchführung selbst gelangt.

Wie oft ist das nötig?

Bei normaler Nutzung reicht es, diesen Bereich alle vier bis sechs Wochen zu reinigen – im Rahmen der regulären Grundreinigung. Wer häufig und intensiv kocht oder Gerichte zubereitet, bei denen viel Flüssigkeit überkocht, sollte öfter nachschauen.

Ein guter Indikator: Wenn beim Einschalten eines Brenners ein leichter Geruch nach verbranntem Fett entsteht, obwohl die sichtbaren Flächen sauber sind, sitzt die Ursache oft darunter.

Die vollständige Übersicht zur Gasherdreinigung – inklusive aller Teile – findet sich unter Gasherd richtig reinigen.