Es gibt Stellen am Herd, die man beim Putzen gerne übersieht. Die Drehknöpfe gehören meistens dazu. Dabei sind sie die Teile, die man bei jedem Kochvorgang anfasst – mit den Händen, die gerade noch Öl, Teig oder Fleisch berührt haben. Mit der Zeit entsteht dort eine klebrige Schicht, die sich hartnäckig hält und optisch auffällt.
Das Gute: Die Reinigung ist nicht kompliziert. Man muss nur wissen, was die Knöpfe verträglich und was sie kaputt macht.
Abnehmen oder vor Ort reinigen?
Die meisten Drehknöpfe an Gasherden lassen sich einfach abziehen – gerade herausziehen, ohne Drehbewegung. Sie sitzen auf einem Stift und halten durch leichten Druck. Einfach greifen, ziehen, fertig.
Das Abnehmen lohnt sich, weil man dann auch die Rückseite des Knopfs und den Bereich dahinter an der Blende erreicht. Genau dort sammelt sich oft besonders viel – Fett, das unter den Knopf gelaufen ist und dort getrocknet ist.
Wer unsicher ist, ob die Knöpfe abnehmbar sind: Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung des Herds schafft Klarheit. Oder einfach vorsichtig probieren – die meisten sitzen fest aber nicht verrastet.
Was man verwenden kann – und was nicht
Klebrige Knöpfe reagieren gut auf warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Ein Mikrofasertuch oder ein weicher Schwamm damit befeuchten, den Knopf damit abreiben. Für hartnäckigere Stellen ein paar Minuten einwirken lassen.
Eine Zahnbürste hilft gut für die Rillen und die Beschriftung – gerade bei Knöpfen mit eingeprägten Markierungen, in denen sich Fett und Schmutz festgesetzt haben.
Was man vermeiden sollte:
Scheuermittel und Scheuerschwämme kratzen Kunststoffknöpfe sichtbar ein. Besonders bei Knöpfen mit aufgedruckter Beschriftung ist Vorsicht geboten – die Aufdrucke lassen sich durch zu aggressives Reiben dauerhaft beschädigen oder abwischen.
Aggressive Reiniger wie Backofenspray oder Entkalker sind für Kunststoff nicht geeignet. Sie greifen das Material an, können es spröde machen oder verfärben.
Viel Wasser in den Stiftkanal ist ebenfalls ein Problem. Wenn die Knöpfe wieder aufgesetzt werden und noch Feuchtigkeit im Inneren sitzt, kann das auf Dauer zu Korrosion am Metallstift führen.
Also: lieber sparsam mit Wasser, gründlich mit Tuch und Bürste.
Die Blende dahinter nicht vergessen
Wenn die Knöpfe abgezogen sind, sieht man oft erst, wie es hinter ihnen aussieht. Die Blende – also die Fläche der Frontverkleidung des Herds, auf der die Knöpfe sitzen – ist häufig klebrig und verfärbt.
Hier reicht in der Regel ein feuchtes Mikrofasertuch. Falls die Oberfläche aus Edelstahl ist, am besten immer in Maserungsrichtung wischen, sonst entstehen sichtbare Schlieren. Bei Kunststoffblenden ist ein normaler Haushaltsreiniger, leicht aufgesprüht und dann abgewischt, meistens ausreichend.
Wieder aufsetzen
Bevor die Knöpfe zurück auf die Stifte kommen, kurz überprüfen ob die Stifte selbst trocken sind. Dann die Knöpfe gerade aufsetzen und gleichmäßig andrücken – sie sollten mit einem leichten Klick einrasten oder zumindest satt sitzen.
Nach dem Aufsetzen einmal kurz testen: Dreht der Knopf gleichmäßig? Klemmt er irgendwo? Meistens sitzt alles sofort richtig, manchmal braucht es eine kleine Korrektur der Position.
Wer seinen Gasherd insgesamt regelmäßig pflegt, wird feststellen dass klebrige Knöpfe gar nicht erst entstehen – ein kurzes Nachwischen nach dem Kochen reicht oft schon. Mehr zu sinnvollen Pflegeroutinen unter Gasherd pflegen.
